Aufgrund von Ressourcenknappheit besteht heutzutage großes Interesse an der Nutzung effizienter Beleuchtungstechnologien. Organische Leuchtdioden (OLEDs) bieten neben einer hohen Effizienz noch weitere Vorteile gegenüber konventionellen Lichtquellen. In OLED-Bauteilen lässt sich durch den Einsatz von dotierten Loch- bzw. Elektronentransportschichten die Spannung senken und damit die Effizienz erhöhen, wie in der Vergangenheit bereits gezeigt werden konnte. Jedoch erweisen sich alle bisher vorgestellten Lösungen der p- und n-Dotierung für die gestellten Anforderungen im Bauteil als unzureichend.
In dieser Doktorarbeit werden daher neue p- und n-Dotierstoffe verschiedener Materialklassen einer umfassenden Untersuchung unterzogen. Die potentiellen Dotierstoffmaterialien wurden zuerst in unipolaren Einschichtproben untersucht, um die vielfältigen Einflussgrößen einer OLED separieren zu können. Darauf folgend wurden die dotierten Transportschichten auf vollständige OLEDs angewendet. Das spezielle Augenmerk galt dabei der Fragestellung, wie sich die Dotierung auf die Betriebsspannung und das Ladungsträgergleichgewicht in der Emissionszone auswirkt.