Ich liebe Dich - I love you - Je t'aime - Ti amo...
Was ist Liebe.
Wir wissen es nicht genau. Trotzdem können wir ohne Liebe kaum leben.
Liebe ist so vielfältig wie das Leben.Die Macht der Liebe ist unergründlich. Die Sprache der Liebe ist den Menschen seit Jahrhunderten bekannt. Einen Menschen zu lieben heißt auch ihn zu erkennen.
Dieser Gedichtband
erzählt von der Liebe zwischen Männern: Einfühlsam, gefühlvoll und aus der Sicht des Liebenden.
Es ist ein Versuch, dem Leser die Welt eines liebenden Mannes ein wenig zu öffnen - wertfrei, ohne Klischee, ohne Absicht auf Nachahmung.
Nur wer sich selbst erkennt,
wird auch erkannt!"
Meinungen & Rezensionen
Liebesgedichte sind ein Luder, wie man so schön in der Literaturgeschichte sagt. Sind sie für die Allgemeinheit interessant, dann verfehlen sie den direkt besungenen Adressaten, schmecken sie dem Adressaten, werden diese Wortergüsse leicht einmal für die Allgemeinheit peinlich. Günther Peer hält sich beide Varianten offen, indem er das Buch Lyrik der Gefühle nennt und daher die Öffentlichkeit quasi um Verständnis für die dargestellten Offenlegungen ersucht, andererseits widmet er das Buch einem verstorbenen Freund, so dass die Innigkeit in Pietät übergeht. Meistens wird man von Lyrik ja unerwartet berührt, man sitzt irgendwo und hat einen Gedichtband in der Hand, und weil man ihn schon einmal liest, denkt man sich dann noch was dabei. Günther Peer setzt seiner Lyrik eine wuchtige Abhandlung über die Liebe an die Spitze. Also Wörter, mit der man in der Physik einen Raketenstart mit Bewunderung und weichen Knien beschreibt, werden hier zu einem kleinen Essay über die Liebe ausgelegt. „Liebe ist eine Quelle, die unser Herz zum Pochen bringt. … Was ist schöner auf dieser Welt, als einen Mann zu lieben. Dieser Gedichtband erzählt von der Liebe zwischen Männern: Einfühlsam, gefühlvoll und zum besseren Verständnis für den normativen Betrachter.“ Gedichte über Lust, Berührung, Sucht, Zustände wie „unschuldig“ oder „reizvoll“, lyrische Gerätschaften wie Zauberstab und Liebesblut laufen graphisch unruhig vor dem Leserauge ab. Manchmal werden die Texte zu einem Herzgraffiti: „Will / ICH WILL“(25), dann wieder zu einem unbeantworteten Seufzer: „Wer kennt den Moment unserer Gedanken.“(43). Die Gedichte sind meist unkünstlich als Anriss einer Empfindung gestaltet, manchmal sind es reine Notate, wie sie in einem aufregenden Augenblick vielleicht auf die Serviette oder einen Bierdeckel geschrieben werden. Die Stärke dieser Gedichte liegt sicher in der offen angesprochenen Homosexualität, im Ringen nach einer öffentlichen Sprache über ein immer noch tabuisiertes Thema. Der Gedichtband wird so zu einem Gedruckten Gestus zwischen liebeswerbenden Männern. So überreicht man sich vielleicht in entsprechenden Kreisen den Gedichtband wie eine Visitenkarte des Begehrens. Liebesgedichte haben, wie wir aus der Lesermotivforschung wissen, freilich die Eigenschaft, dass sie umso kälter lassen, je mehr sie als Liebesgedicht deklariert sind.